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on 06-Feb-2022 (Sun)

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Flashcard 7056275148044

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#PsychTI_Schizophrenie #has-images
Question
Frühverlauf der Schizophrenie


Answer

Die Krankheit hat einen schleichenden Verlauf und es kommt regelhaft irgendwann zu einer Eskalation, durch die der Patient dann zur Behandlung kommt. Behandlungsbedürftig ist er ggf. eigentlich schon vorher.
Wenn die Positivsymptome die Funktionalität so sehr beeinträchtigen, dass das Leben nicht mehr tragbar ist, kommt es zu einer psychiatrischen Einweisung/Behandlung.

  • Stationäre Aufnahme findet erst nach der Eskalation statt
  • Oft vorher schon 3-4 Jahre Symptomatik die das Leben sehr verändert hat, schon 1 Jahr oft vorher Positivsymptomatik#
  • Vorher aber zu unspezifisch, als dass man Schizophrenie gemerkt hat
  • Je früher bei Wahn etc. neuroleptisch behandelt wird umso besser; Phase von 1,1 Jahren ist viel zu lange!
  • Ist ja leider auch große Hürde in die Psychiatrie zu gehen

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Flashcard 7056278031628

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#PsychTI_Schizophrenie #has-images
Question
Verlauf der Schizophrenie


Answer

Verlauf nach Behandlung kann unterschiedliche Formen annehmen. Es kann durchaus sein, dass ich nur eine einzige Episode habe. Ist aber eher der Ausnahmefall. Regelfall ist ein wiederholtes Auftreten der fluriden (?) Phase mit Positivsymptomatik. In einem Großteil der Fälle kommt es zu zunehmenden kognitiven Einschränkungen zwischen den Phasen.

  • Hat schon unter psych. Erkrankungen einen schlechten Ruf v.a. wegen Langzeitsymptomatik
  • Hier steht nur ¼ nach einer Symptomatik geheilt, aber eigentlich sind es noch mehr, weil die anderen gar nicht erst mit Schizophrenie diagnostiziert werden
  • Unser Ziel ist es: Den Langzeitverlauf zu optimieren (Bei Depression denkt man viel leichter zu heilen, ist aber eigentlich ähnlicher Verlauf)
  • Auch wie gestalte ich zwischen den Episoden das Umfeld, damit das Leistungsniveau optimiert und Wahrscheinlichkeit für nächste Episode verringert wird

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Flashcard 7056280915212

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#PsychTI_Schizophrenie #has-images
Question
Neuroleptische Behandlung/Dopaminhypthese


Answer

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten gibt auf das dopaminerge System einzuwirken.

Reserpin beeinträchtigt die Signalübertragung dadurch, dass die Vesikel zerstört werden.

Amphetamin: Alle Agonisten können auch bei Gesunden psychotische Symptome auslösen. So kommt der Zusammenhang zwischen dem dopaminergen System und der Schizophrenie von beiden Seiten. Wenn man die Signalübertragung intensiviert, dann gibt es mehr Symptome, wenn man das hemmt, dann gibt es weniger Symptome. Neuroleptika blockieren den Autorezeptor und erniedrigen damit die dopaminerge Signalübertragung. Darüber hinaus blockieren sie die D2-Rezeptoren selbst. Das ist der zentrale Mechanismus, um die dopaminerge Signalübertragung zu reduzieren.

Wenn ich am dopaminergen System (vor allem dem D2 System) etwas drehe, sodass es weniger Aktivität an den dopaminergen Zellen gibt, kann ich auch bei Patienten mit psychotischen Erkrankungen, die psychotischen Krankheitszeichen reduzieren.
Ich habe allerdings einen ähnlichen Effekt, wie bei den Antidepressiva (Serotonerge Signalübertragung), nämlich: Die Wirkung tritt nicht unmittelbar ein. Wenn das alles so einfach wäre, wie hier dargestellt, dass ein Überschuss an dopaminerger Aktivität zu psychotischen Symptomen führt, dann sollte es unmittelbar nach Gabe der Neuroleptika (in dem Moment, wo Neuroleptika psychopharmakologisch aktiv sind, kurz nach der Einnahme), schon eine Reduzierung der Symptomatik hervorrufen. Und das ist nicht der Fall.

Während Amphetamine unmittelbar zum Auftreten von psychotischen Symptomen führen, ist es umgekehrt nicht so. Ich habe eine massiv verzögerte Wirklatenz von mehreren Tagen, bis hin zu wenigen Wochen. In der Behandlung bedeutet das: Solange bis die Neuroleptika wirken, muss ich mit den Patienten etwas machen, damit die diese Zeit möglichst unbeschadet überleben. Eine der Hauptstrategien ist eine Sedierung, die dann für die ersten Tage eintritt, bis die Neuroleptika wirken. Sedierung mit niedrigpotenten Neuroleptika oder Anxiolytika oder Benzodiazepinen. Das ist dann wohl immer der Moment, wo die Angehörigen auf den Stationen dann immer denken, dass ihre Angehörigen doch nur stillgelegt und sediert werden. Kann am Anfang aber wirklich sinnvoll und hilfreich sein, um die Phase der Wirklatenz zu überbrücken.

Warum gibt man hier keine MAO Hemmer? Dopamin ist ein Monoamin, und durch MAO Hemmer würde der Abbau verringert also ist MAO Hemmer ein Dopamin Agonist

  • Neuroleptika besetzen die Autorezeptoren
    • das ist nicht die Wiederaufnahme. Der Autorezeptor ist eine Feedbackschleife, ein Fühler um zu wissen wie viel da ist.
    • Wenn die besetzt sind denkt die Präsynapse es sind schon so viele da, deswegen wird weniger ausgeschüttet
  • Bei welchen anderen Substanzen müssen wir vorsichtig sein? Antidepressiva und Amphitaminen.
    • Amphitamine: Selektiver Dopamin Wiederaufnahme Hemmer
    • Also vorsichtig mit Extacy sein

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Flashcard 7056285109516

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#PsychTI_Schizophrenie
Question
Negativsymptomatik
Answer
  • Schwer zu motivieren
  • Rückzug
  • Stehen morgens nicht auf
    • Unterschied Depression: Stehen nicht auf, weil es schlecht geht, Anhedonie
    • Schizophrenie: Vollkommen fehlender Antrieb, keine Motivation

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Flashcard 7056286420236

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#PsychTI_Schizophrenie
Question
Positivsymptomatik
Answer
  • Halluzinationen
  • Wahnvorstellungen
  • Denkstörungen
  • Erregtheit

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Flashcard 7056287730956

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#PsychTI_Schizophrenie #has-images
Question
Antipsychotika/Neuroleptika


Answer
  • Bei Schizophrenie Patient:innen braucht man gutes Wissen über Psychopharmakologie
  • Werden behandelt mit Neuroleptika: Wirken Dopamin-Antagonistisch (Über Blockade der Autorezeptoren), man unterscheidet heutzutage zwei Typen der Antipsychotika/Neuroleptika:
    • Erste Generation:
      • Typische Neuroleptika
      • v.a. Haldol und Truxal, die besetzen fast ausschließlich die Autorezeptoren bei D2 Synapsen. Das ist deutlich spezifischer als alle andere Medikamente
      • Wirken auf Positivsymptome
      • starke extrapyramidalmotorische Nebenwirkungen (EPN) vmtl aufgrund von Dosierungseffekt
    • Zweite Generation:
      • Atypische Neuroleptika
      • wirken angeblich (auch) auf Negativsymptome
      • Breiteres Wirkprofil auf andere Neurotransmitter auch die Wirkung auch die D2 Rezeptoren --> Deswegen niedrigere Dosis
      • Weniger extrapyramidale Nebenwirkungen
      • angeblich kogintive Beeinträchtigungen behandeln, aber klinisch nicht bedeutsam
    • Unterschied zwischen den beiden Gruppen sieht in Studien gar nicht so vorteilhaft für die atypischen Neuroleptika aus
  • Bei Depression suchte man immer sehr spezifische Meds, bei Schizophrenie war es andersrum, die neueren haben ein deutlich breiteres Wirkungsprofil
  • Therapiebeginn:
    • Stärke von Neuroleptika ist, dass sie relativ gut auf Positivsymptomatik wirken. „Relativ gut“= sie wirken nicht sofort, sondern so ca. 2 Wochen und die Zeit ist nicht einfach. Denn meist keine Krankheitseinsicht, und deswegen kaum bei anderer Störung so viel Zwangsbehandlung zu Beginn
    • Hemmschwelle zur Behandlung zu gehen ist so groß, dass meist erst nach Eskalation behandelt wird. Da ist Störung in einem Ausmaß, dass Zwangseinweisung sein muss
    • Die Überwiegende Mehrzahl der Pat ist nachher dankbar, dass zwangseingewiesen wurde
    • Problem Angehörige. Man weiß jetzt Neuroleptika und erst in bis zu zwei Wochen weniger psychotisch. Konsequenz: In der Zeit wird sediert. Das ist das Bild was man von Psychiatrie hat: werden nur ruhiggestellt. Ist auch so denn das kann man sofort machen aber nur solange, bis das antipsychotische Med wirkt, dann keine Sedierung mehr
  • Positivsymptome ganz gut zu behandeln, die Negativsymptome und die kognitiven Beeinträchtigungen sind dagegen kaum behandelbar mit Psychopharmaka
    • Pharmakologisch super schwer zu behandeln: Kognitive Beeinträchtigungen. Die sagen am stärksten das Funktionsniveau hervor. Handlungsplanung, Exekutivfunktionen, Konzentrationsfähigkeit, all das beeinträchtigt. Wird durch Neuroleptika nicht besser
    • Pat können sich nicht konzentrieren, schaffen es nicht mehr sich aufs Lesen zu konzentrieren, in der Ergotherapie Probleme sich zu konzentrieren. Schaffen die es später alleine zu wohnen? Wie kommen sie später zurecht?
  • Schmerzhafter Prozess in der Therapie: Die kognitiven Beeinträchtigungen zu akzeptieren.
  • Gibt immer ne Menge an Scheinneuerungen in der Psychopharmakologie

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Flashcard 7056289303820

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#PsychTI_Schizophrenie
Question
Behandlung mit Neuroleptika
Answer
  • Neuroleptika auch zur Rezidivprophylaxe bei schizophrenen Psychosen (oder zur Akutbehandlung)
    • Nach Erstbehandlung idR noch min zwei Jahre Neuroleptika
  • Problem oft die mangelnde Compliance
    • Aufgrund motivationaler Probleme und Probleme der Exekutivfunktion
    • Hoher kognitiver Aufwand an Medikamente zu denken
    • Unangenehme Nebenwirkungen
    • Mögliche Lösung: Depot-Spritzen, z.B. Fluanxol, Imap (Fluspirilen), Haloperidol-Decanoat, Risperdal Consta (hier in der Dosierung 25-50 mg/2 Wochen)
  • Die Dauer der Behandlung orientiert sich vor allem an der Veränderung der Symptomatik
  • Vor allem bei Symptomeresistenz, hohem genetischen Risiko und ausgeprägter Rezidivneigung ist eine Rezidivprophylaxe indiziert.

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Flashcard 7056291138828

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#PsychTI_Schizophrenie
Question
Nebenwirkungen von Neuroleptika
Answer
  • extrapyramidal-motorische Störungen (EPMS)/Parkinsonoid
  • Spätdyskinesien (= unwillkürliche Bewegungen von Händen, Mund, Pillendrehen, sozial beeinträchtigend) (D2 Synapsen)
    • Med kann abgesetzt werden aber die Dyskinesien gehen nicht mehr weg
  • Krampfschwellensenkung (Vorgeschichte mit Epilepsie? durch Med wird Anfallsschwelle gesenkt, potentiell gefährlich)
  • Sedierung/ Unruhe (Unterschiedliche Neuroleptika haben unterschiedliche Wirkungen auf das Aktivierungssystem und führen entweder zu Sedierung oder zu Unruhe.)
  • reduzierte Konzentrationsfähigkeit
  • Hypotonie (=niedriger Blutdruck)
  • Blutbildveränderungen (selten)
  • Gewichtszunahme (wichtiger Faktor für Compliance)
  • sexuelle Funktionsstörungen

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